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UNSERE PRODUKTE

eröffnen eine neue Dimension von Qualität und Gestaltungsvielfalt.

Der Werkstoff HPL verfügt über eine hervorragende Festigkeit, dennoch kann es bei unsachgemässer Handhabung oder Bearbeitung zu Beschädigungen kommen. Daher gilt es, auf folgende Bereiche zu achten:

HPL-Stapel

Lagerung:Um ein Verformen der Platten zu vermeiden, ist eine liegende Lagerung notwendig. Das wird durch Stapelung auf einer planen Unterlage oder Regal gewährleistet. Die Kanten sollten horizontal übereinander liegend und die oberste Platte mit einer Schutzplatte vollflächig abgedeckt werden. Insbesondere ist bei der Stapelung darauf zu achten, dass Verschmutzungen zwischen den Platten vor dem Aufeinanderlegen entfernt werden.

Die Aufbewahrung dieser Platten muss in geschlossenen Lagerräumen erfolgen, welche normale Raumklimabedingungen erfüllen (18-23 Grad und 50-60% relative Luftfeuchtigkeit).

zaehne

Werkzeugbeschaffenheit:

Die Bearbeitung von HPL- Platten lässt sich mit normalen Holzbearbeitungswerkzeugen ausführen. Die höhere Materialdichte führt aber zu einem stärkeren Werkzeugverschleiß und kann Werkzeuge schnell stumpf werden lassen. Daher ist es wichtig auf die Schärfe der Werkzeuge zu achten. Andernfalls wird spürbar mehr Kraftaufwand für die Bearbeitung nötig sein und ein erkennbarer Unterschied in der Qualität, sowie der Verlauf des Trennschnittes und die Hitzebelastung an den Schnittkanten. Aus diesem Grund empfehlen wir, hartmetall- oder diamantbestückte Werkzeuge zu verwenden und Sägeblätter mit Wechselzahn oder Trapez-Flachzahnkombination. So bleiben Ihre Werkzeuge länger scharf und ermöglichen Ihnen eine saubere Bearbeitung.

Sägetechnik:

Ist es nicht möglich, das Material auf einer stationären Kreissäge zu schneiden, sollte darauf geachtet werden, dass zumindest eine Handkreissäge mit Führungsschienen verwendet wird, um einen geraden und sauberen Schnitt zu erzeugen. Der Schnitt muss von der Plattenunterseite (Blindseite) erfolgen, um Ausrisse auf der Sichtseite zu vermeiden. Will man einen möglichst ausrissfreien Schnitt auf beiden Seiten erzielen, kann man dies durch Veränderung des Sägeblattüberstandes regulieren. Mit kleiner werdendem Überstand kann das Ausreissen auf der Schnittseite verringert werden. Als hilfreich gegen Ausrisse haben sich auch Unterlagen wie Sperrholz, Spanplatten oder HPL gezeigt.

Eine optimale Schnittqualität lässt sich aber nur auf stationären Kreissägen erzielen, bei denen sich ein gleichlaufendes Vorritzagregat zuschalten lässt. Das Vorritzen geschieht mit einem zweiten kleinen Sägeblatt, welches vor dem eigentlichen Schnitt auf der Unterseite den ausrissgefährdeten Belag durchschneidet, damit es dort zu keinen Ausrissen kommen kann.

Ferner gilt es, ein Vibrieren oder Flattern des Plattenmaterials durch geeignete Klemmvorrichtungen oder genügend Anpressdruck zu vermeiden. Scharfe Schneiden und ruhiger Lauf der Werkzeuge sind für einwandfreie Qualität unerlässlich. Ausbrechen, Aussplittern oder andere Deformierungen sind Folgen falscher Bearbeitung oder ungeeigneter Werkzeuge.

Kleine Einpassungsarbeiten, sowie das Erstellen von kleinen Ausschnitten für Rohre oder andere Leitungen, lassen sich einfach mit einer Stichsäge ausführen. Um Ausrisse zu minimieren, empfehlen wir, die Pendelstufe I mit minimaler Vor- und Rückwärtsbewegung zu verwenden. Bei der Sägeblattauswahl haben sich Metallsägeblätter als sehr geeignet erwiesen. Diese werden nicht so schnell stumpf und erzielen durch ihre vielen und feinen Zähne einen sauberen Schnitt.

Sägevorschub:

Neben der Werkzeugbeschaffenheit und der Sägetechnik ist auch der Sägevorschub ein wesentliches Element, das die Schnittqualität beeinflusst. Ein zu schneller Vorschub führt zu vermehrten Ausrissen. Ein zu langsamer Vorschub hat eine örtliche Überhitzung am Plattenmaterial und schnelleres Stumpfwerden der Werkzeuge zur Folge. Das Eine sowie das Andere gilt es zu vermeiden.

Dementsprechend lohnt es sich, zuerst Probeschnitte zu machen, um den idealen Vorschub festzulegen. Dabei ist es auch wichtig, auf den Durchmesser der verwendeten Werkzeuge zu achten und die richtige Drehzahl dafür zu wählen. Eine höhere Drehzahl ermöglicht eine schnellere Schnittgeschwindigkeit und effektiveres Arbeiten.

Bild Bohrungen

Bohren:
Für Bohrungen in HPL - Produkte haben sich HSS (High Speed Steel) Bohrer bewährt. Insbesondere ist dabei auf eine Bohrspitze mit einem Scheitelwinkel von 60-80° zu achten. Um unnötige Ausrisse zu vermeiden, ist es wichtig, auf die richtige Eindringgeschwindigkeit zu achten. Auf Grund der Härte des Materials empfiehlt es sich, grundsätzlich ruhig und mit einem geringen Vorschub zu bohren. Zusätzliche Ausrisse beim Austreten des Bohrers können durch eine feste Unterlage (z.B. Spanplatte, Sperrholz) oder das Gegendrücken eines Holzklotzes vermieden werden.

Bei Sacklochbohrungen sollte die Lochtiefe so ausgeführt werden, dass mindestens noch 1,5 mm Plattendicke (a) erhalten bleibt. Bei Bohrungen parallel zur Plattenebene muss die Restdicke (b) mindestens 3 mm betragen.

Schutzausrüstung

Um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten, empfehlen wir das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (PSA):

  • Schutzhandschuhe: Beim Hantieren mit nicht-gefasten HPL-Produkten besteht Verletzungsgefahr. Daher raten wir, geeignete Handschuhe zu tragen, die vor Schnitten schützen und durch eine Verbesserung der Griffigkeit ein Abrutschen verhindern.
  • Schutzbrille: Splitter und Staubkörner, die beim Schneiden von HPL entstehen, sind gefährlich für unsere Augen. Wer eine Schutzbrille trägt, kann sich vor Augenschäden schützen.
  • Gehörschutz: Aufgrund der Dichte von HPL-Werkstoffen kann der Schallpegel bei der Verarbeitung schnell über 80 dB(A) steigen. Um Gehörschäden zu vermeiden, befürworten wir besonders bei längerer Lärmbelastung einen Gehörschutz zu tragen.
  • Staubschutz: Jede Schneidevorrichtung sollte über eine geeignete Staubabsaugung verfügen. Diese verhindert eine belastende Staubentwicklung für die Atemwege sowie die Augen und ermöglicht einen klaren Blick auf die angezeichnete Schnittlinie. Sollte dies nicht möglich sein, empfehlen wir, sich zumindest mit einer Feinstaubmaske zu schützen.